Der Pott ist wieder in Ems

In einem dramatischen vierten Finalspiel in der Tiroler Landesliga sicherten sich die Cracks des SC Hohenems den Meistertitel 2020.

Rund 700 Eishockeyfans sorgten dabei in der Kufsteiner Eisarena für eine finalwürdige Stimmung – und auch auf dem Eis entwickelte sich nach einem anfänglichen „Abtasten“ ein flottes und spannendes Duell zwischen dem HSC und den Kufstein Dragons. Die Emser kamen aber immer besser ins Spiel und Kapitän Pascal Kainz sorgte in der 13. Minute auch für die 1:0 Führung der Steinböcke. Nur kurz darauf konnten die Emser eine Überzahlmöglichkeit nutzen und Matthias Fussenegger stellte auf 2:0.

Die Kufsteiner gaben aber noch lange nicht auf und so entwickelte sich auch im Mitteldrittel ein spannendes Duell mit Vorteilen für die Emser. Kufstein Keeper Hechenberger präsentierte sich aber in toller Form und so konnten die Dragons ihrerseits eine Möglichkeit nutzen und Kapitän Schopf netzte in der 23. Minute zum 1:2 Anschluss ein. Das Spiel wurde zwar etwas intensiver, doch es blieb weiterhin offen und spannend.

Auch im Schlussabschnitt deutliches Chancenplus für den HSC, doch im Abschluss waren die Kufsteiner erfolgreich. Nicolas Schwarzmayr nutzte in der 46. Minute ein Powerplay und scorte zum 2:2 Ausgleich. Ems drückte zwar in weiterer Folge, doch HCK Keeper Hechenberger ließ keinen Gegentreffer mehr zu und so ging es in die Overtime.

Die Verlängerung verlief allerdings torlos und der Sieger musste somit im Penaltyschießen ermittelt werden. Hier behielt dann schlussendlich HSC Kapitän Pascal Kainz die Nerven und verwandelte den entscheidenden Penalty zum 3:2 Erfolg des HSC. Damit sicherten sich die Steinböcke den dritten Erfolg in der Best-of-five Finalserie und durften anschließend unter dem großen Beifall der mitgereisten Fans den Meisterpokal in die Höhe stemmen.

HC Kufstein Dragons – SC Hohenems 2:3 (0:2, 1:0, 1:0, 0:0, 0:1)
Tore: Schopf, Schwarzmayr bzw. Kainz (2), Fussenegger;

Endstand in der Best-of-five Serie: 1:3

Der Pokal steht bereit…

Die Cracks des SC Hohenems haben am Dienstag im dritten Finalspiel der Tiroler Landesliga die Möglichkeit den Titel in die Nibelungenstadt zu holen.

Dabei stehen die Vorzeichen für die Steinböcke äußerst gut. Nach zwei Siegen in den ersten beiden Spielen gegen die Kufstein Dragons können Kainz und Co. nun am Dienstag Abend alles klar machen. Mit einem weiteren Sieg gegen die Tiroler bleibt der Pokal im Ländle und die Lindner Truppe holt nach 2017 den Titel in der „arlbergüberschreitenden“ Meisterschaft wieder nach Vorarlberg.

Die Emser sind aber gewarnt. Kufstein ist ein sehr starkes Team und darf auf keinen Fall unterschätzt werden. „Wir haben heuer das Finale als Ziel ausgegeben – wenn man dieses dann erreicht will man diese Serie auch gewinnen. Wir sind nun vor dem Spiel drei sehr nahe am Ziel, wir haben einen sehr großen Respekt vor dem HC Kufstein, sie spielen ein gutes Eishockey, darum müssen wir wieder von der ersten Sekunde hellwach sein. Unsere Mannschaft ist sehr gut drauf und ich bin überzeugt das wir wieder eine gute Leistung abrufen werden“, so HSC Obmann Michael Töchterle optimistisch. „Mein Wunsch wäre es, dass wir zum heutigen Spiel eine volle Hütte haben. Das wäre für den ganzen Verein und die Stadt Hohenems eine Bestätigung für die äußerst positive Entwicklung in den letzten Jahren“, so der Obmann weiter.

Finale Tiroler Landesliga – 3. Spiel
SC Hohenems – HC Kufstein Dragons
Dienstag, 3. März – 19 Uhr – Eisstadion Hohenems

Stand in der Best-of-five Serie: 2:0

Shut-out Erfolg zum Finalauftakt

Der HSC feierte im ersten Finalspiel der Tiroler Landesliga einen 4:0 Heimerfolg und sicherte sich damit den ersten Punkt in der Best-of-five Serie.

Die Steinböcke starteten vor der tollen Kulisse von über 800 Eishockeyfans gleich von Beginn druckvoll ins Spiel und kamen zu guten Möglichkeiten. Thomas Hechenberger im Tiroler Tor konnte anfangs die Angriffe der Emser mit tollen Paraden abwehren – in der neunten Minute war der Kufsteiner Schlussmann aber machtlos: Roman Scheiber passte ideal auf Johannes Hehle, welcher Backhand zum 1:0 für die Hausherren einnetzte. Die Emser nutzten dann das Momentum und Julian Grafschafter zog zwei Minuten nach der Führung halbrechts vor dem Tor ab und erhöhte auf 2:0. Das Spiel blieb weiterhin schnell und temporeich – Tore gab es im ersten Abschnitt aber keine mehr.

Im Mitteldrittel schafften es die Kufsteiner dann immer besser das Aufbauspiel der Emser zu stören und sich ihrerseits gute Chancen zu erarbeiten. Die größte Möglichkeit auf den Anschluss dann in der 31. Minute – Thomas Auer und Martin Mallinger auf der Strafbank und somit doppelte Überzahl für die Tiroler. Trotz einem tollen Tiroler Powerplay schafften es die Emser diese heikle Situation, auch dank einem hervorragend aufgelegten Matthias Fritz im Tor, schadlos zu überstehen. In weiterer Folge schenkten sich beide Teams nicht viel, bis Johnny Hehle in der 36. Minute erneut zuschlug und zum 3:0 für die Emser traf.

Auch der Schlussabschnitt blieb sehr temporeich und es ging teilweise hin und her. Beide Teams kamen immer wieder zu guten Möglichkeiten. Zwar hatten die Emser das Geschehen auf dem Eis größtenteils im Griff, doch ein Tiroler Tor hätte dies schnell ändern können. So machte Marcel Wolf drei Minuten vor Spielende mit einem satten Hammer alles klar und sicherte seinem Team mit dem 4:0 den ersten Punkt in der Best-of-five Finalserie. Lange Zeit zum rasten bleibt aber nicht – bereits am Sonntag Abend steigt in der Kufsteiner Eisarena das zweite Spiel um den Titel in der Tiroler Landesliga.

Finale – 1. Spiel – Tiroler Landesliga
SC Hohenems – HC Kufstein Dragons 4:0 (2:0, 1:0, 1:0)
Tore: Hehle (2), Grafschafter, Wolf;

Stand in der Best-of-five Serie: 1:0

Weitere Termine.
2. Spiel – HC Kufstein Dragons – SC Hohenems So, 17.30 Uhr
3. Spiel – SC Hohenems – HC Kufstein Dragons Di, 19 Uhr